Samstag, 30. Juli 2011

Forellen à la crème mit Champignons gratiniert

Wer hätte das gedacht? Ich habe tatsächlich DAS Buch wieder hervorgekramt. Erst vor zwei Monaten hatte ich es erleichtert in die Ecke geschleudert und nicht vorgehabt es so schnell wieder anzuschauen.

Im Tiefkühlfach warteten jedoch noch eine Forelle und eine Makrele darauf, zubereitet zu werden und so griff ich spontan zu 2,2 kg Papier voller Inspirationen. Das Rezept für Forellen à la crème mit Champignons wird im Original mit weniger Zutaten zubereitet. Neben geriebenem Käse befand sich in unserem Kühlschrank noch eine geöffnete Flasche Schwarzbier und so entschloss ich mich dazu, ein wenig zu experimentieren. Und ich muss sagen, die Sauce ist genial geworden. Aber ihr wisst ja bereits, dass man mich mit Biersaucen ködern kann.



Zutaten für 2 Portionen:
2 Forellen, ausgenommen und entschuppt
250 g Champignons
Mehl zum Wenden
250 g Schlagsahne
etwas Bier, ein kleines Glas
etwas frisch gepressten Zitronensaft
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
3 EL Butter
1 EL Öl
Cayennepfeffer

Die Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die Schalotte und die Knoblauchzehe schälen und beides fein hacken.

Zwei Esslöffel der Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die gehackte Schalotte und Knoblauchzehe dazu geben, anschwitzen. Die Pilze dazugeben und mit dünsten. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Beiseite stellen.

Die Fische waschen und trocken tupfen, anschließend von innen und außen salzen und pfeffern. Das Mehl auf einen großen, flachen Teller geben und die Fische darin wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Den Backofen auf 220°C vorheizen.

In einer Pfanne oder besser in einem großen Bräter jeweils einen Esslöffel Butter und Öl erhitzen und die Fische darin auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Wer zu den glücklichen Menschen gehört, die einen Bräter besitzen gibt nun einfach die Champignons zu den Forellen, gießt mit der Sahne und etwas Bier auf und bringt das ganze zum Köcheln. Wer, wie ich, nur eine Pfanne zur Verfügung hat, gibt die Sahne und das Bier zu den Pilzen und bringt diese beiden vorerst zum kochen. Anschließend sollte in beiden Fällen mit Salz und Cayennepfeffer abgeschmeckt werden. Der Bräter kann nun sofort in den Ofen gestellt werden. Pfannenbesitzer geben die Forellen in eine Auflaufform, geben die Champignon-Sahne-Sauce darüber und addieren ein paar Minuten zur Backzeit. Wer mag, kann auch noch etwas geriebenen Käse darüber streuen, das schmeckt ziemlich gut. Die Fische sollten für 8 bis 10 Minuten (am besten unter dem Backofengrill) gebacken werden.


Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die

Mittwoch, 27. Juli 2011

Beeren mit gezuckerter Milch

Bei uns ist das Wetter heute richtig schön, so wie der Sommer eigentlich sein sollte. Und obwohl im mich in den letzten Tagen schon ein wenig auf den Herbst gefreut habe, finde ich das gut.



Dieser frischen Erd- und Heidelbeeren mit gezuckerter Milch nach der Art meiner lieben Mama passen perfekt dazu. Wie genießt ihr heute euren Feierabend?

Donnerstag, 21. Juli 2011

Tiefkühlpizza selbstgemacht

Ihr wisst ja, dass ich gerne ausgiebig koche. Aber nach einem langen Arbeitstag ist es mir doch ganz lieb, wenn das Essen in wenigen Minuten auf dem Tisch steht (seit kurzem gibt es hier im Blog übrigens eine neue Kategorie mit dem Namen Feierabendküche mit weiteren Gerichten, die im Nu zubereitet oder gut vorzubereiten sind).

Okay, ich muss zugeben, so einen Hefeteig zu bearbeiten kann nach einem anstrengendem Tag eine sehr gute Möglichkeit sein, Stress abzubauen. Er geht erst richtig schön auf, wenn er zuvor ordentlich durchgeknetet wurde. Auch Fausthiebe steckt er weg, als wäre nichts gewesen. Doch für diese anderen Tage, an denen man z. B. die letzten warmen Strahlen der Abendsonne erhaschen möchte, ist das eine tolle Möglichkeit mehr Zeit zu haben. Den Teig dafür habe ich am Wochenende zusammengeknetet, für die Tomatensauce war mein Freund zuständig. Schließlich war von beidem viel mehr da, als wir essen konnten und so haben wir alles Übrige eingefroren.



Heute Morgen vor dem Frühstück sind Teig und Tomatensauce aus dem Tiefkühlfach in den Kühlschrank umgezogen und Abends musste ich mir meine Lieblingspizza nur noch zusammenbasteln und für 10 Minuten in den Ofen schieben.


Sonntag, 17. Juli 2011

Schwedische Zimtschnecken

Ist das Wetter bei euch heute auch so trist? Hier fühlt man sich ein wenig, als wäre es plötzlich Herbst geworden. Bei diesen köstlichen Zimtschnecken lohnt es sich trotzdem aufzustehen. Bei diesen Temperaturen muss man zumindest nicht sofort das Fenster aufreißen um die Hitze des Backofens loszuwerden, sondern kann den herrlichen Duft durch die Wohnung ziehen lassen.

Ich habe den Teig für die Schnecken schon am Vorabend zubereitet, anschließend nur eine halbe Stunde gehen lassen und anschließend in den Kühlschrank gestellt, wo er über Nacht ruhen konnte. Wer will vor der ersten Mahlzeit des Tages schon lange in der Küche stehen?

Sie haben genauso geschmeckt, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich habe allerdings den Hagelzucker und Kardamom weggelassen, was im Originalrezept vorgesehen war.



Zutaten für eine große Ladung* Zimtschnecken:
Für den Teig:
375 g Mehl
65 g Zucker
21 g Hefe
75 g Butter
1 Ei
150 ml Milch
1 Prise Salz

Für die Füllung:
50 g Zucker
37 g Butter
1 EL Zimt

Die Milch langsam erwärmen. Ein paar Esslöffel davon in eine Tasse abnehmen und darin die Hefe auflösen. Einen halben Esslöffel Mehl (von den 375 g) dazu geben. Zur restlichen Milch die Butter geben und bei kleiner Hitze zum Schmelzen bringen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen, bis die Butter-Milch-Mischung lauwarm ist.

Das restliche Mehl mit dem Zucker, dem Salz und dem halben Ei (dafür das Ei in eine Tasse schlagen, verquirlen und nach Augenmaß die Hälfte abnehmen, den Rest für den nächsten Tag in den Kühlschrank stellen) mit dem Handmixer zu einem Vorteig verkneten. Anschließend nochmals mit den Händen durchkneten. Der Teig sollte weich sein, aber nicht mehr kleben, andernfalls einfach noch etwas Mehl hinzugeben. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und etwa eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Anschließend den Teig in den Kühlschrank stellen und dort über Nacht gehen lassen.

Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank holen und nochmals durchkneten. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 5 mm dicken Rechteck ausrollen.

Für die Füllung die Butter zerlassen und anschließend mit Zimt und Zucker verrühren. Die Zimt-Zucker-Butter mit einem Pinsel auf den Teig auftragen. Anschließend das Rechteck von der langen Seite her aufrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem feuchten Küchentuch abdecken und nochmal für etwa 30 Minuten gehen lassen.

Nun die Teigrolle in Schnecken schneiden, auf dem Backblech anrichten und mit dem verquirltem Ei bestreichen.

Im Originalrezept steht, dass man die Zimtschnecken bei 250°C für etwa 5 bis 8 Minuten backen soll. Bei mir war es aber leider so, dass die Schnecken sehr schnell Farbe bekommen haben, aber innen noch nicht richtig durch gebacken waren. Daher habe ich die Temperatur später auf 180°C reduziert.


Nach Sarah Wiener über Dolce

* Ich weiß leider nicht mehr wie viele ich genau herausbekommen habe. Geschätzt waren es etwa 20 Stück. Es kommt aber auch sehr darauf an, wie breit ihr den Teig ausrollt.

Freitag, 15. Juli 2011

Campfire Delight Cupcakes

Liebt ihr das Gefühl nach Hause zu kommen genauso wie ich? Egal wie schön ein Urlaub war, an diese wohlige Wärme, die die eigenen vier Wände ausstrahlen reicht einfach nichts heran. Wie fühlt es sich wohl an, wenn man die Wohnungstür aufschließt und dahinter nicht nur die vertraute Umgebung und der Lieblingsmensch wartet, sondern nebenbei der Duft frisch gebackener Cupcakes in der Luft liegt?

Okay, die Cupcakes hatte ich einen Tag zuvor gebacken, wahrscheinlich hat mein Freund, darum nichts mehr davon gerochen, als er aus seinem Männerurlaub zurück kam. Gefreut hat er sich dennoch über dieses schokoladige Begrüßungskomitee.



Entdeckt habe ich diese umwerfenden Campfire Delight Cupcakes bei A Bitchin' Kitchen. Beim Ansehen der Fotos war es schon um mich geschehen. Als ich jedoch entdeckte, dass in ihnen eine Füllung aus gegrillten Marshmallows, Vanille und Marshmallow Fluff steckt, suchte ich nur noch nach der passenden Gelegenheit sie zu backen.

Wie ihr seht habe ich nicht lange gefackelt und das war auch gut so. Sie sind sooo lecker! Schon die Küchlein ohne das Frosting schmecken fantastisch. Das Kaffeearoma kommt ganz leicht durch und der Teig ist locker und saftig. Mit der angegebenen Zuckermenge sind sie jedoch nicht sehr süß, zusammen mit dem Frosting war es für unseren Geschmack aber genau richtig. Im Großen und Ganzen gebe ich eine unbedingte Nachbackempfehlung! Dazu ein O-Ton von meinem Freund: "Hmmm... lecker! ... Ich überlege gerade ob die noch besser schmecken als die Oreo Cupcakes..." Also wenn das keine Auszeichnung ist... :-)



Zutaten für etwa 8 Cupcakes:

Für die Cupcakes:
140 g Mehl
90 g Zucker, nach Belieben mehr
45 g Kakao
½ Vanilleschote
1 TL Backsoda
½ TL Backpulver
½ TL Salz
1 Ei
½ Tasse Kaffee
45 g Buttermilch
55 g Öl

Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark mit einem Messer herauskratzen. Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Ein Muffinbackblech mit 8 bis 9 Papierbackförmchen auslegen.

In zwei unterschiedlich große Schüsseln jeweils die trockenen (in der größeren Schüssel) und die feuchten Zutaten miteinander vermengen. Anschließend die feuchten Zutaten zu den trockenen in die größere Schüssel geben und alles mit dem Handmixer bei mittlerer Geschwindigkeit für etwa 2 Minuten verrühren.

Den Teig in die Förmchen füllen, diese sollten etwa zur Hälfte, maximal aber zu ¾ gefüllt sein. In den Ofen schieben und für etwa 15 bis 17 Minuten (Stäbchenprobe!) backen. Anschließend aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen.




Für die Füllung:
4 große Marshmallows
55 g Marshmallow Fluff
65 g Butter
30 g Puderzucker
eine Prise Salz

Die Marshmallows auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und auf einer der unteren Schienen im Backofen grillen (wenn ihr eine Grillfunktion habt). Bei mir hat es mit Oberhitze nicht so gut funktioniert und die Marshmallows sind etwas in die Breite gelaufen. Leicht karamellisiert sind sie aber auch mit dieser Methode. Während der ganzen Zeit sollten die Marshmallows gut im Auge behalten werden, da sie schnell verbrennen. Das ist ähnlich wie bei Pinienkernen - erst passiert gar nichts und auf einmal sind sie ganz schnell goldbraun und wenn man nicht aufpasst: dunkel.

Vor dem nächsten Schritt möchte ich ausdrücklich davor warnen, hierfür einen Handmixer zu benutzen (im Originalrezept wurde dieser Hinweis schon gegeben, sodass ich es nicht ausprobiert habe):
Nun die Butter in eine Schüssel geben und für ein paar Sekunden in die Mikrowelle stellen um sie zu schmelzen. Wenn sie flüssig ist, eine Gabel hineintauchen (so können die Marshmallows nicht an ihr kleben bleiben). Die Marshmallows, das Fluff, den Puderzucker und eine Prise Salz zur Butter geben und alles gut vermengen.

Aus den abgekühlten Cupcakes ein kleines Loch ausschneiden und die Marshmallowfüllung hinein geben.


Für das Frosting:
120 g Frischkäse
45 g Butter, weich
50 g Zartbitter Schokolade
10 g Kakao
50 g Puderzucker

Die Schokolade hacken, zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und im warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen.


Die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Handmixer etwa 2 Minuten verrühren, bis es eine schöne Konsistenz hat. Sollte euer Frosting zu weich sein, dann gebt entweder noch etwas Puderzucker hinzu oder stellt es für einige Minuten in den Kühlschrank.

Das Frosting in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und damit die Cupcakes verzieren.



Mittwoch, 13. Juli 2011

Rote-Bete-Risotto mit Weißwein und Parmesan

Als ich dieses Rote-Bete-Risotto gesehen hatte, war es sofort um mich geschehen. Schon allein der Farbe wegen. Was so toll aussieht muss einfach schmecken. Und als mir einfiel, dass in der Küche noch rote Bete auf mich wartete, war die Sache entschieden. Das konnte kein Zufall sein.



Um diese satte violette Farbe hinzubekommen, musste ich am Originalrezept eine kleine Änderung vornehmen. Ich habe dafür etwa 1/3 der Bete püriert und nur den Rest als Würfel zum Reis gegeben, denn zuvor war er nur zart rosa gefärbt. Außerdem muss ich gestehen, dass ich vorgekochte Bete verwendet habe.

Zutaten für 4 bis 5 Portionen:
3 bis 4 rote Beten, vorgekocht
300 g Risottoreis
1500 ml Gemüsebrühe
120 ml Weißwein
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Parmesan
Petersilie oder Basilikum
Pfeffer, frisch gemahlen
Salz

Das Öl in einem Topf erhitzen und die fein gehackten Knoblauchzehen und Zwiebel dazugeben. Etwas andünsten. Schließlich den Reis dazu geben und für einige Minuten unter Rühren andünsten, bis er glasig aussieht und zu knistern beginnt (dauert etwa 3 Minuten). Mit dem Weißwein ablöschen und auf kleiner Hitze köcheln lassen.

Wenn der Weißwein fast verkocht ist, etwa zwei Kellen von der Gemüsebrühe dazu geben und für etwa 10 Minuten weiter köcheln lassen. Dabei immer wieder mit Brühe auffüllen, sodass der Reis gerade bedeckt ist.

In der Zwischenzeit die rote Bete in kleine Würfel schneiden. Etwa ein Drittel davon mit einem Mixer pürieren. Die Würfel und das Püree anschließend zum Reis geben, gut unterrühren und für weitere 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Wenn notwendig Brühe nachgießen.

Wenn der Reis fertig ist (er sollte noch Biss haben, aber weder zu weich sein, noch einen harten Kern haben) mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Tellern anrichten und mit Parmesanhobeln und in Streifen geschnittenem Basilikum oder fein gehackter Petersilie bestreuen.


Nach bellaeats.com bzw. The New York Times

Sonntag, 10. Juli 2011

Hähnchenbrustfilet auf Tomaten-Ebly

Bei diesen Temperaturen mag ich nicht allzu lange in der Küche stehen, geschweige denn den Backofen anzuwerfen. Für solche Tage sind Gerichte toll, die sich schnell zubereiten lassen. So wie dieses hier: Tomatenebly mit gebratenem Hähnchenbrustfilet.

Im Originalrezept ist die Zubereitungszeit mit 20 Minuten angegeben. Ich habe nicht nachgemessen, aber bin mir sicher, dass man damit (auch als ungeübter Koch) hinkommt. Daher eignet es sich auch hervorragend als Feierabendmahlzeit.



Zutaten für 4 Portionen:
750 g Hähnchenbrustfilet
250 g Ebly Sonnenweizen
5 Fleischtomaten
Parmesan
3 EL Öl
Basilikum, frisch
Pfeffer, frisch gemahlen
Salz

Den Ebly in kochendes Salzwasser geben und nach Packungsanleitung (10 Minuten bei mittlerer Hitze) garen.

Die Hähnchenbrustfilets waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und von beiden Seiten salzen und pfeffern. 2 EL Öl in eine beschichtete Pfanne geben und auf mittlere Hitze schalten. Wenn das Öl heiß ist, die Filets hinein geben und für etwa 10 Minuten braten, dabei immer wieder wenden.

Die Tomaten waschen, mit einem Messer den grünen Strunk entfernen und das Fruchtfleisch (wer die Schale nicht mag, kann die Tomaten natürlich vorher häuten) in Würfel schneiden. Den Ebly aus dem Topf nehmen und abtropfen lassen. Dann in einem Topf (das kann der Eblytopf sein, wenn das Wasser zuvor abgegossen wird) das restliche Öl erhitzen (1 EL) und die Tomaten darin kurz andünsten. Ebly dazugeben und mitdünsten. Nach Belieben noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Basilikum in feine Streifen schneiden. Auf Tellern den Tomatenebly anrichten, das Hähnchenfilet in Streifen schneiden und auf dem Ebly geben. Alles mit Parmesanhobeln und dem Basilikum bestreuen und sofort servieren.


Nach FÜR SIE Kochen & Verwöhnen Nr. 1/08

Sonntag, 3. Juli 2011

Himbeertorte mit einer Creme aus weißer Schokolade und Joghurt

Das Rezept für die Charlotte aux framboises und mich verbindet eine recht lange Geschichte. Vor mehreren Jahren, ich weiß leider nicht mehr genau wann es war, habe ich sie bereits gebacken. Damals sah das Ergebnis jedoch so gar nicht vorzeigbar aus. Das erste Problem stellte der Biskuitteig dar, denn statt sich ohne Gegenwehr zu einer formschönen Rolle formen zu lassen, bröckelte er und riss an den Seiten ein. Dazu kam schließlich das die Cremefüllung einfach nicht fest werden wollte. (Kurz zur Theorie: Man rührt einen Biskuitteig an, der auf einem Blech gebacken wird. Diese Platte wird anschließend mit Sirup bestrichen, aufgerollt und in Scheiben geschnitten. Der Boden einer (möglichst runden) Schüssel wird damit ausgekleidet und mit der Cremefüllung bedeckt. Als Boden dienen Amarettinis, mit denen die Cremeschicht zum Schluss bestückt wird.)


Mit einem Foto kann ich leider nicht mehr dienen, aber ich denke ihr könnt euch ungefähr vorstellen, wie das ausgesehen haben muss. Dennoch: Geschmacklich hat diese Charlotte sowohl mich als auch unsere Gäste (zum Glück!) überzeugt. Und so kam es, dass sie eine zweite Chance bekam.

Etwa ein Jahr später traute ich mich erneut, jedoch nicht ohne ein paar Vorkehrungen zu treffen. Dieses Mal war der Anlass das Osterkaffetrinken im Kreis der Familie und ich hatte mich angeboten, etwas mitzubringen. Nun musste es also gelingen. Ich behielt den Biskuitteig sehr gut im Auge, beträufelte ihn sofort nach dem Backen mit dem Himbeersirup und rollte ihn gleich auf. Das Ergebnis war sehr viel besser als Versuch Nummer eins und kleine Schönheitsfehler kann man ganz gut kaschieren, da die Röllchen dicht an dicht in die Schüssel  gedrückt werden. Für die Cremefüllung verwendete ich einfach ein Blatt Gelatine mehr. Und voilà: Dieses Mal konnte sie sich auch sehen lassen. Ein Foto habe ich aber leider auch davon nicht mehr.

Zum Geburtstag eines lieben Freundes ist mir mal wieder diese köstliche Torte in den Sinn gekommen. Ich habe für diese Torte jedoch nur die Füllung verwendet. Der Boden besteht aus einem lockeren Biskuitteig und der Rand aus Löffelbiskuit. Und ich muss sagen, optisch gefällt mir diese Variante fast noch ein wenig besser.


Zutaten für eine kleine Torte:

Für den Biskuitboden:
80 g Mehl
80 g Speisestärke
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1TL Backpulver
4 Eier
4 EL heißes Wasser

Außerdem:
Löffelbiskuits, etwa um ¼ gekürzt

Den Biskuitboden backen (siehe Rezept) und auskühlen lassen. Mit einem Messer vorsichtig von der Springform lösen und auf einen Tortenständer legen. Einen Tortenring locker um den Biskuitboden legen und in den Zwischenraum die Löffelbiskuits stellen.

Für die Füllung:
100 g weiße Schokolade*
150 g Himbeeren + eine Hand voll Himbeeren zum Garnieren
300 g Joghurt
100 g Sahne
50 ml Milch
4 bis 5 Blatt Gelatine

Die weiße Schokolade grob hacken. Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen, leicht ausdrücken und in einen Topf geben. Bei geringer Hitze langsam auflösen lassen. Die gehackte Schokolade dazugeben, anschließend die Milch dazugeben und ständig rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist.

Den Topf vom Herd nehmen und den Joghurt nach und nach unterrühren. Abkühlen lassen und dann so lange kalt stellen, bis die Creme zu gelieren beginnt.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Anschließend die Sahne zusammen mit den Himbeeren unter die gelierende Joghurtcreme heben. Nach Belieben mit etwas Zucker abschmecken. Die Creme auf den vorbereiteten Boden füllen und mit den übrigen Himbeeren garnieren.

Zum Ausgelieren für mehrere Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen.




* Edit: Mir ist noch eine kleine Anmerkung eingefallen: Die weiße Schokolade schmeckt man nur sehr leicht heraus. Schokofans können ruhig noch etwas mehr davon dazugeben, das trägt außerdem ein wenig zur Festigkeit der Creme bei.

Samstag, 2. Juli 2011

Obazda, Obatzda oder Obatzter

Egal wie man ihn schreibt - an seinem tollen Geschmack ändert das nichts. Dabei kenne ich diese ursprünglich aus Bayern stammende Käsecreme noch gar nicht so lange. Mein Freund hat mir mal davon erzählt und welchen aus dem Supermarkt mitgebracht. Von da an war es um mich geschehen.

Selbst machen kann man Obazda natürlich auch. Das hat den Vorteil, dass man alle benötigten Zutaten in jedem kleinen Supermarkt finden sollte. Außerdem schmeckt er gleich viel besser.

Übrigens: Wir mögen ihn am liebsten als Brotaufstrich (auch am Frühstückstisch). Wie und zu welcher Tageszeit mögt ihr Obazda gern bzw. wie ist das traditionell (vielleicht verirrt sich ein Bayer hierher)?



Zutaten für 4 Portionen:
300 g Camembert, weich und gut durchgereift
50 g Butter, weich
2 EL helles Bier
1 Zwiebel
½ Bund Schnittlauch
1 EL Paprikapulver, edelsüß
½ TL Kümmel, gemahlen
Pfeffer
Salz

Den Camembert entrinden, das weiche Innere in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Rinde sehr klein schneiden und dazu geben (wer sie nicht mag, kann sie auch weglassen). Die Butter und das Bier in die Schüssel geben und alles zu einer cremigen Masse verrühren.

Die Zwiebel sehr klein würfeln und ebenfalls in die Schüssel geben. Mit dem Paprikapulver, dem Kümmel, dem Pfeffer und dem Salz abschmecken und gut verrühren.

Den Schnittlauch in Röllchen schneiden und den Obazda damit bestreuen.


Meine Anmerkungen:
Die Camembert-Rinde wurde im Originalrezept einfach unterschlagen. Da ich sie mich jedoch nicht stört, habe ich sie klein geschnitten und untergerührt. Man muss den Käse jedoch schon entrinden, da er sich sonst schlecht zerdrücken lässt.

Mit der Wahl des Bieres kann man sehr gut den Geschmack variieren. Ein stärkeres Bier schmeckt man natürlich mehr heraus. Bei Wikipedia habe ich gelesen, dass man Obazda länger genießen kann, wenn man die Zwiebeln vorher leicht andünstet. So soll verhindert werden, dass sie ein bitteres Aroma entfalten.

Besonders hübsch wirkt es meiner Meinung nach, wenn man die Creme mit einem Eiskugelformer zu Kugeln formt und in Schälchen serviert.



Nach KOCHEN! Das gelbe von GU